Tipps für das Training

Fötzelhunde

foetzelhunde2foetzelhunde1Fötzelhunde

Wir kämpfen mit unseren Hunden gegen das Littering.

Abfall kann Wildtiere, Kühe und unsere Hunde gefährden.

An Picknick-Plätzen ist jetzt Hochsaison.
Wir erwarten von den Leuten, dass sie ihren Abfall
wieder mit nach Hause nehmen
oder wenigstens in einen nahem Abfalleimer entsorgen.
An verschiedenen Orten gibt es bereits auch Bussen für das Littering.

Auf unseren täglichen Spaziergängen können wir nach Abfall Ausschau halten
und ausserdem etwas für unsere Fitness tun – Kniebeugen oder den Rücken strecken.
Darüber hinaus können wir unsere Hunde sogar zu Abfall-Sortierern trainieren: Flaschen, Plastik, Aluminium, Bierdosen, Papier ...

Was braucht es dazu?

  • Etwas Überwindung.
  • Einen Plastiksack (zur Not reicht auch ein Hundekotsäckchen). Einweghandschuhe.
  • Das eingesammelte Gut kann in einen nahen Abfalleimer oder zuhause der    Kehrichtentsorgung mitgegeben werden.

Wer macht mit ?

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Das Training mit einem Mini Dummy

Gebrauchsanweisung für das Training mit einem Mini Dummy

 

Wir beginnen mit dem Ende, d.h. mit dem Halten eines Gegenstandes.


Diese Technik heisst Backchaining (von hinten aufrollen)

 

Wie mache ich meinem Hund den MiniDummy (oder einen anderen Gegenstand) interessant ?

  • Zu Beginn geben wir kein Signal oder Befehl.
  • Wichtig: das Dummy nicht werfen !
  • Auch den Hund nicht auffordern, dieses zu holen.
  • Nach der Spielstunde wird das Dummy wieder weggeräumt.
  • Es ist ein Spiel zwischen Hund und Hundeführer und gut für die Zusammenarbeit.
 

Erster Schritt:                         Den Dummy berühren. Click und Belohnung für Schnauze ans Dummy.

Zweiter Schritt:                      Dummy ins Maul nehmen (wollen). Click und Belohnung für Schnauze auf und Dummy ins Maul.

Dritter Schritt:                        Den Dummy halten. Click und Belohnung für Halten. Der Hund lässt den Dummy nach dem Click fallen.

Vierter Schritt:                       Den Dummy nehmen und halten. Click und Belohnung für Halten.

Fünfter Schritt:                      Deine Hand ist genau unter dem Dummy, wenn dieses herunterfällt.

Sechster Schritt:                   Den Dummy aufnehmen (vom Boden, von meiner Hand, die etwas weiter weg ist, aus einem Karton) und halten - 

                                               Click und Belohnung für Halten.

Siebter Schritt:                     aufnehmen, halten, etwas länger halten  (Sekunden zählen: 21, 22, 23 = 3 Sekunden) - Click und Belohnung für das Halten.

 

Wie starten ?

  1. Ich halte das Dummy ganz nah zu mir: es ist MIR sehr wichtig, Man kann es auch „streicheln“, gegen die Brust halten - dem Hund aber noch nicht geben.
    Er soll verstehen, dass mir das Dummy wichtig ist.
  2. Ich halte das Dummy vor die Nase des Hundes. Click und Belohnung, wenn der Hund das Dummy etwas anstupst.
  3. Zwei bis drei Mal wiederholen.
  4. Das Dummy wieder weglegen.
  5. Neues Versuch: jetzt sollte der Hund das Dummy schon fester anstupsen. Click und Belohnung für fester anstupsen. Keine Click und Belohnung mehr für nur leicht berühren
  6. Zwei bis drei mal wiederholen.
  7. Der Hund nimmt das Dummy von meiner Hand ins Maul
  8. Der Hund nimmt das Dummy, auch wenn meine Hand etwas weiter weg ist.
  9. Der Hund nimmt das Dummy vom Boden auf, aus einem Karton, hält es und gibt es mir.
  10. Ich lege das Dummy zwischen den Hund und mir. Der Hund nimmt das Dummy, hält es und bringt es mir.
 

Achtung: es gibt Hunde, die springen mit dem Dummy weg und verstecken ihn. Also wird an der Leine trainiert - oder der Dummy ist an einer Schnur befestigt.

Diese Art von Training nennt man Shapen (formen).

 

Empfehlung für das Training

Kein Nein oder Pfui oder sein lassen, oder falsch … Der Hund lernt selbst am schnellsten, dass dieses Spiel toll ist.

Jeder Schritt in die richtige Richtung wird max. 3 bis 5 Mal wiederholt.

Pause. Und später nochmals wiederholen.

Wenn’s nicht klappt: zurück zu einem Schritt, der klappt.

Wenn ein Schritt zu 80% klappt, d.h. 8 von 10 Mal richtig ausgeführt wird, d.h. 8 x Click und Belohnung für den gleichen Schritt, 

darf man einen kleinen Schritt weitergehen.

Eine Trainingseinheit sollte nicht länger als 5 bis 10 Minuten dauern. 

 

Ein Kriterium auf einmal

Vorbereitung zum Training

 

Mach einen Plan !

Was will ich gerade jetzt als Nächstes trainieren, wie trainieren, belohnen oder clicken und belohnen, wo und wie ?

 

Nach dem Training

was hat geklappt,
• was will ich nächstes Mal anders machen,
• allenfalls einen oder mehrere Lernschritte zurückgehen
• einen neuen Plan machen

 

Alle Gegenstände, die ich brauche, liegen bereit

Clicker, Belohnungshäppchen, Targets, Spielzeug, Wasser für den Hund, Leine, persönliche Ausrüstung
      

Dann gehe ich erst zum nächsten Schritt weiter

 

Unsere Hunde achten ausserordentlich genau auf unsere Körpersignale, 

deshalb der Tipp für den Menschen

Die Handzeichen bewusst einsetzen

         wie halte ich die Leine, wo sind meine Leckerchen, was/wohin zeigen meine Hände

Auf die Körperhaltung achten

         möglichst aufrecht stehen oder gehen

         sich nicht über den Hund beugen

 

• Beim Start zuerst auf die Aufmerksamkeit des Hundes achten

• Ruhig warten, AUSATMEN ! Die Leine ist lose (am besten darauf stehen)

• Keine Korrekturen - kein Zupfen an der Leine ! – kein Kommando – auch den Hund nicht mit dem Namen rufen

• Jetzt kann mit einer Übung begonnen werden !

Eine Pause muss sein ...

Menschen und Hunde brauchen auch mal eine Pause

 

Machen Sie kurze Trainingssequenzen

• maximal 3 bis 5 Minuten

• 3 bis 5 Wiederholungen sind genug

• zwischen den Übungen immer auch eine Verschnaufpause für Mensch und Hund

• machen Sie das Training abwechslungsreich !

  1. eine Übung zum Aufwärmen
  2. eine Übung zur Konzentration
  3. eine neue Übung
  4. eine Übung in der Nähe – z.B. die Positionen
  5. eine Übung auf Distanz – z.B. ein Voran und ein Herkommen
  6. eine Übung für die Nase
  7. zum Abschluss eine Suchübung

 

Nach dem Training

• Wir lassen die Hunde nach dem Training nicht mehr spielen

• Sie sind vom Training müde und müssen die Lektion erst "verarbeiten"

• Spielen mit anderen Hunden ist wieder aufregend, und für manche Hunde einfach zuviel

• Besser ist ein kurzer Spaziergang und Erholung

 

Pausen für den Menschen

• Mobiltelefone stumm stellen (ausser für Notfälle)

• Keine Telefongespräche während des Trainings oder dem Spaziergang mit dem Hund

• Rauchpausen OHNE Hund

 

 

Wichtig !

• Wir achten zu Beginn zuerst auf die Aufmerksamkeit des Hundes - z.B. mit dem Watch me game

• Ruhig warten, AUSATMEN ! Die Leine ist lose (am besten darauf stehen)

• ruhiges Gehen mit genügend Abstand zu den anderen Hunden

• Keine Korrekturen - kein Zupfen an der Leine ! – kein Kommando – auch den Hund nicht mit dem Namen rufen

• Jetzt kann mit einer Übung begonnen werden !

"Ruhig Sein" clicken und belohnen?

Man kann das „Ruhig Sein“ wirklich clicken und belohnen !  

Wichtig sind ein Plan UND das richtige Timing.
Und die Entscheidung: was will ich ?  positiv formuliert ! 

Zum Beispiel: «ICH will das „Ruhig Sein“ bestätigen»  

  • Der Hund bellt
        >>> keine Reaktion - kein böses Anschauen - kein „sei jetzt still“ oder ähnliches
  • Der Hund ist ruhig (auch wenn nur ganz kurz) :
        >>> belohnen - ein paar Leckeren auf den Boden werfen - oder auch Click und Belohnung
  • Wahrscheinlich wird der Hund gleich wieder bellen:   
    > Der Hund bellt
    > Der Hund ist ruhig: 3-5 Sekunden (innerlich zählen 21, 22, 23) warten,
       Leckerchen auf den Boden werfen oder clicken (bestätigen) und belohnen (Leckerchen)
    > Dauer variieren, also nicht immer nur verlängern, einmal kürzer, einmal länger etc. 
       für Hund überraschend.

Und später wird der Hund immer mal wieder für das „Ruhig Sein“ belohnt

Achtung vor Verhaltensketten

Es gibt Hunde, die schnell begreifen „wenn ich belle, gibt es Leckerchen“, und nach den Leckerchen gleich wieder weiter bellen.
Deshalb die Sekundenpause.

Bellen ist selbstverstärkend (fühlt sich so gut an).
Hunde können beim Bellen nicht mehr „denken“ oder „hören“,
und sie hören mit dem Bellen nicht mehr auf.

Also

Das Bellen möglichst rasch „abstellen“, z.B. den Hund aus dem Garten zurückrufen,
>>> Click und Belohnung für das „Herkommen“. 

Wichtig

Nicht mit dem Hund sprechen ! Kein „Sei mal still !“ oder „ruhig !“
Das kann für den Hund auch Aufmerksamkeit = eine Bestätigung sein.
Oder sogar: Meine Besitzerin „bellt“, also belle ich mit ;))

Alle vier am Boden

„Alle Vier am Boden“ - statt hochspringen

Hochspringen ist eine Gewohnheit unserer Hunde, die nicht überall Begeisterung auslöst.

Unsere kleineren Rassen oder Welpen: jöö wie herzig… sind da speziell betroffen.
Das Hochspringen ist eine typische hundeartige Begrüssung: Hunde wollen ihren Kopf zur Begrüssung möglichst nah an unserem Kopf haben.
Wir können dem Hund hie und da eine Freude machen, indem wir uns hinkauern und uns von Gesicht zu Gesicht begrüssen lassen.
Ich habe allen unseren Hunden erlaubt, meine Ohren zu „knabbern“ - und sie lieben dies heiss.
Dafür haben wir von Anfang an auch „alle Vier am Boden“ trainiert. Dies gilt bei uns und auch bei allen unseren Freunden und Bekannten.

Die beste Taktik

alle Vier am Boden belohnen - und dabei die Leckeren auf den Boden werfen.
Und dies immer wiederholen.

Und trainieren

der kleine oder grössere Hund springt an mir oder anderen Leuten hoch

  • warten… bis der Hund von alleine wieder alle vier Pfoten auf dem Boden hat - Leckerchen auf dem Boden
  • der Hund wird wieder hochspringen - warten…bis alle vier Pfoten wieder auf dem Boden sind
  • mindestens 10 Mal wiederholen 
  • dann darf auch geklickt werden, wenn die vier Pfoten am Boden sind, und die Leckerchen werden wieder auf den Boden geworfen
  • Nach kurzer Zeit merkt der Hund:
    wenn ich unten stehen bleibe – gibt es einen Click und eine Belohnung
  • Ganz clevere Hündchen setzen sich auch in Erwartung des nächsten Clicks und Belohnung sogar hin ;) Ohne Kommando !

Was soll der Hundebesitzer tun ?

  • ruhig stehen bleiben
  • atmen !
  • sich Zeit lassen
  • lockere Haltung
  • nicht mit dem Leckerchenbeutel rascheln
  • kein Befehl
  • kein Nein
  • kein Pfui
  • kein Knie gegen den Hund hochhalten
  • den Hund nicht anfassen, herunterziehen oder ähnliches
  • kein böser Blick
  • dies an verschiedenen Orten verlangen – zuerst zuhause, auf dem Spaziergang, bei Begegnungen mit jemandem, etc.
  • Kein Sitz verlangen (das bekommt man manchmal sogar geschenkt) 
  • Die Leckerchen nicht aus der Hand geben, weil dies die Hunde meist
               motiviert, wieder hochzuspringen.

>>>  sobald der Hund seine vier Pfoten auf dem Boden hat: clicken und belohnen

Warum springen die Hunde immer hoch ?

Weil sie dafür belohnt werden !

Warum hören sie nicht damit auf ?

Weil sie immer wieder bestätigt werden (auch wenn wir dies „abstellen“ möchten).

Aufmerksamkeit ist eine tolle Bestätigung, z.B. „nein“, „pfui“, anschauen, irgendein Befehl…
und so wiederholt der Hund das Hochspringen immer wieder, immer wieder.

Auch im Alltag – und immer wieder...

Bei Begegnungen sollte nur der Hundebesitzer seinen Hund immer wieder bestätigen, wenn er alle vier Pfoten am Boden hat - damit dies zu einer guten Gewohnheit wird.
Andere Leute sollen den Hund möglichst nicht beachten, nicht mit ihm sprechen, er muss auch nicht speziell begrüsst oder von ihnen mit einem Leckerchen belohnt werden.
Schliesslich möchten SIE sich ja mit Ihren Bekannten unterhalten